Thema: AG Veranstaltungen

Wir suchen noch Referent*innen für folgende Thematiken:

-Jüdischer Arbeitersport nach/vor 1933
-Sportkritische Themen
-Kritische  Auseinandersetzung mit Körperbilder im Sport
-Homophobie und Sexismus im Sport
-Arbeitersport / Rot-sport

Aufwandsentschädigungen können gegebenfalls gezahlt werden!

Meldet euch bitte bei vorstand[at]roterstern-ffm.de

Usere nächste Veranstaltungsreihe:


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Sport ist im gesellschaftlichen Leben fest verankert, sei es das gemeinsame Fußballschauen mit Freund_innen, das wöchentliche Kickboxtraining, die Ergebnisse des Lieblingsteams aber eben auch die Unmöglichkeit das Spiel der Lieblingsmannschaft aufgrund der vermeintlich „falschen“ Hautfarbe oder sexuellen Orientierung zu besuchen aus Angst sonst Diskriminierung ausgesetzt zu sein.
Im Sport reproduzieren sich gesellschaftliche Ausgrenzungs und Ausschlussmechanismen in ganz unterschiedlichen Erscheinungsformen. Gerade in letzter Zeit manifestieren sich die diese Mechanismen in dem Phänomen HoGeSa, die durch ihren Islamhass und die Schürung von bürgerlichen Ressentiments ihren Sport dazu nutzen, um ihrer rechten Politik Raum zu verschaffen. Neben diesem aktuellen Phänomen gibt es auch Ausgrenzungsformen, die kontinuierlich auftreten, wie z.B. Sexismus und Antisemitismus.
Es gab und gibt aber auch immer eine kritische Auseinandersetzung mit diesen im Sport auftretenden Diskriminierungen, ob es in verschiedenen Fanprojekten oder Publikationen ist.
Diese Veranstaltungsreihe soll ein Versuch sein sich kritisch, sowohl auf theoretischer als auch praktischer Basis, mit Sport auseinanderzusetzen.

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21.01.2015
19 Uhr Pavel Brunssen
„Hooligans gegen Salafisten“ – Kontinuierliche Bedrohung oder neue Qualität rechter Gewalt?

Ende Oktober 2014 marschierte eine Allianz von mehr als 4.000 Neonazis und Hooligans durch Köln. Dabei kam es zu zahlreichen neonazistischen Parolen und Angriffen gegen PassantInnen, JournalistInnen und die Polizei. Neue Demonstrationen für Mitte November wurden rasch angemeldet und wieder abgesagt, letztendlich fand eine Kundgebung von knapp 3.000 Personen in Hannover statt. Große Teile der Gesellschaft reagierten überrascht und empört auf das neue Netzwerk. Doch inwiefern besteht bei „HoGeSa“ eine neue Qualität rechter Gewalt und welche Kontinuitäten bestehen bei der Verbindung zwischen Hooligans und Neonazis? Eine Einordnung.

Danach Spieleabend vom Roten Stern Frankfurt e.V. im ExZess 20:30Uhr bis 01:00Uhr.

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26.01.2015
19 Uhr Alexander Feuerherdt
“ Kick it out- Zur Genese des Antisemitismus im Fußball“

In seinem Vortrag wird Alex Feuerherdt (45), Publizist und ehemaliger Fußball-Schiedsrichter aus Köln, analysieren, wie sich der Antisemitismus im Fußball äußert, welche Funktionen er übernimmt, weshalb seine Anziehungskraft so groß ist – und warum die Fußballverbände und -vereine oft eher ein Teil des Problems als ein Teil der Lösung sind.

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18.02.2015
19 Uhr Antje Hagel und Antje Grabenhorst
„Sexismus und Selbstermächtigungsstrategien im Fußball“
Obwohl Gleichberechtigung heute kein Fremdwort mehr ist und Frauen scheinbar ihren Platz im Stadion gefunden haben, zeigt sich oft genug ein anderes Bild: Der Vortrag wird sich anhand verschiedener Beispiele mit der Problematik von Sexismus im Fußball- und Stadionkontext beschäftigen. Es wird den Fragen nachgegangen, in welcher Form Frauen an unterschiedlichsten Standpunkten mit Vorurteilen und Abwertungen entgegengetreten wird, wie und warum aber auch gegnerische Fans, Teams oder Schiris gerne mit sexistischen Sprüchen, Parolen und Spruchbändern abgewertet werden. Was das alles mit gesellschaftlichen Bildern von Geschlecht zu tun hat und welche Möglichkeiten Fans bereits gefunden haben, um Beleidigungen, Abwertungen und einem unangenehmen Klima entgegenzuwirken, werden Antje Grabenhorst und Antje Hagel herausarbeiten. Beide haben als Fans, Fanprojektlerinnen und Mitglieder des Netzwerks F_in (Frauen im Fußball) ähnliche, aber auch unterschiedliche Erfahrungen gemacht, die an diesem Abend gerne durch Beiträge des Publikums ergänzt werden können.

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20.03.2015
19 Uhr Buchvorstellung „Die Linke und der Sport“ von Gabriel Kuhn

Das Verhältnis der Linken zum Sport ist ambivalent. Kritische Stimmen sehen den Sport als ›Opium des Volkes‹, als Ausdruck bürgerlichen Konkurrenzdenkens und als Bollwerk des Nationalismus. Sie betonen seine politische Vereinnahmung und ökonomische Ausbeutung. Gleichzeitig wurden in der Geschichte der Linken immer wieder Aspekte des Sports betont, die in Einklang mit einem sozialistischen Zusammenleben gesehen wurden und dieses fördern sollten, etwa Teamgeist, Respekt, Solidarität und internationale Verständigung. Gabriel Kuhn, Autor des 2014 in der transparent-Reihe des Unrast-Verlags erschienenen Buchs „Die Linke und der Sport“, wird diese Fragen in einem einleitenden Vortrag umreißen. Danach wird gemeinsam diskutiert.

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